Trekking von Shimla nach Kalpa und Chitkul Tag 1-3

Vorneweg: Um meine Berichte mit (sehr eindrucksvollen)  Bildern zu untermalen, darf ich den folgenden Link empfehlen:
 
https://www.dropbox.com/sh/0aprcrdmplt3m2s/AAD2uoQrqq_SHRFulEZcWtD7a?dl=0
 
Hallo zusammen,
 
es ist der 21.5 3:46 pm.
 
Eine Empfehlung, die ich jedem zukuenftigen Indienreisendem mit auf dem Weg geben werde:"Mach mindestens einmal ein gefuehrtes Trekking mit indischem Guide"
 
Es waren anstrengende, wechselhafte und wunderschoene 10 Tage, die ich zusammen mit Jane aus England, Max aus Oesterreich und den 2 regionalen Guides Satish (25) und Chayan (22) durchlebt habe.
 
Max ist 31, bereits seit fast einem halben Jahr durch Indien unterwegs und erfahrener Wander- und Reisemensch, sowie Organisator.
 
Jane (33) ist das dritte Mal in Indien, hat auch schon viele andere Laender bereist und ist dieses Mal auf der Spur ihres Grossgrossonkels George unterwegs, der unsere Route im Jahre 1912 bewaeltigt hat und ein Tagebuch mit Bildern hinterlassen hat, die Jane helfen, genau die Orte zu finden, an denen er sich befunden hat. Sie ist ausserdem ehemalige Journalistin (sie hat gekuendigt, weil der Job zu stressig war) und moechte ein Buch oder zumindest einen Bericht ueber unseren Trek schreiben.
 
Chayan und Satish sind 2 charismatische junge Inder, die immer gut drauf sind, viel wissen ueber Kultur, Geschichte und Natur, dieses Wissen mit Freude vermitteln und ziemlich gutes Englisch sprechen.
 
 
Dass das ganze so zustande kam, war einer Person zu verdanken, die im Nachhinein keine wirkliche Rolle mehr gespielt hat. Wir 3 sind alle im YMCA-Hotel untergekommen (dessen nicht unbedingt von viel Naechstenliebe sprechen) und der im Hotel ansaessige Guide hat mich angesprochen. Eigentlich war mein Plan mich weiter in den Sueden zu begeben, doch als er meinte, ein Oesterreicher und eine Englaenderin wuerden am naechsten Tag mit ihm kommen und dass ich auf einem Trek das Himalaya so richtig erleben wuerde, habe ich spontan zugesagt. Wie sich rausgestellt hat, hatten weder Max, noch Jane zugesagt, einzig ihr Interesse geaussert - das ist eine normale Vorgehensweise:
 
Ein Typ spricht dich an und erklaert dir nach etwas smalltalk, dass er ein guide sei und einen Trek unternehmen wolle mit Person X aus europaeischen Land Y. Dann will er, noch bevor du mehr als theoretisches Interesse bekundet hast, ein schnelles Treffen vereinbaren und wie sich spaeter rausstellt, hat auch Person X nicht mehr als theoretisches Interesse an einem Trek.   
 
Max und Jane aber waren entschlossen einen Trek zu machen, wollten sich aber noch bei anderen guides informieren. Dies haben wir auch getan und so haben wir Satish getroffen, der uns allen drein sympathischer und serioeser erschien u.a. weil er alle fragen klar beantwortet hat und seine Kostenaustellung simpel zu verstehen war und er sich offensichtlich nicht zu viel aus dem Geld macht, sondern auch einfach bock hat, die Leute kennenzulernen und unterwegs zu sein.
 
Am Abend musste ich mir Vorwuerfe anhoeren von dem YMCA- guide, dass ich nicht ehrlich gewesen waere, dass man menschen so nicht behandle, wenn ich als mensch wachsen wolle und dass er mich trotzdem gut behandle, weil man sich nicht auf die ebene anderer herablassen solle, sonst sei man nicht besser... blaaa.
 
AAAber wir sind gluecklich mit unserem guide, etwas verspaetet gestartet. Tatsaechlich sind wir nicht einmal in den letzten 10 Tagen puenktlich aufgebrochen. Ich bin zwar, wie gewohnt, als letztes aufgestanden, doch ich konnte mich immer darauf verlassen, dass Jane alle warten laesst. Das war aber kein Problem. Nicht fuer die sowieso entspannten Inder. Nicht fuer den geduldigen Max und schon garnicht fuer mich.
 
1. Tag
 
Wir sind in Shimla gestartet, zunaechst mit dem Bus. Mithilfe der Kopien der Bilder aus dem Tagebuch und der Einheimischen in den kleinen Doerfern, konnte Jane die ersten Neuaufnahmen der Bilder ihres Grossgrossonkels machen. Es war hoechst amuesant zu beobachten, wie sich (aehnlich wie bei Auseinandersetzungen) schnell ein Gruppe von 10 Indern gebildet hat, die die Bilder rumreichten, darueber diskutieren und Hintergrundwissen vermitteln. Die wichtigen und interessanten Infos haben unsere guides dann an uns weitergeleitet. 
 
Irgendwann sind wir auch tatsaechlich gewandert und es gab viel zu sehen. Die Temperatur war recht angenehm und die Sicht auf Berge und Taeler klar.
In dieser Gegend im Himalaya sind die Menschen recht wohlhabend, da sie die Aepfel, die ueberall auf den Baeumen unter Netzen wachsen, teuer verkaufen koennen. (Auch Satishs Familie hat in Apfelbaeume investiert und in 15 Jahren, wird dort hoffentlich genug Geld herausspringen, dass er (zusammen mit dem Geld, dass er als Trekkingguide anspart) damit er auf Reisen gehen kann.)
 
Zu Mittag gab es Maggi-Tuetensuppe, verfeiernt durch den jugendlichen Koch, einer fuer indien typischen Schnellimbissbude ...
 
Um unser zu unserem Tagesziel Rampur fuehrte uns zuenaechst weniger, dann sehr, steil bergab.
Auf halber Strecke wurden wir von Einheimischen zu frischen gruenen Mandeln eingeladen, die dort viel angebaut und von den Einheimischen in Kisten verpackt werden. Sie sehen im Grunde aus, wie gruene Pflaumen, die man mit den Zaehenn aufknackt, um an die schmackhafte Mandel im Innern zu gelangen.
Ausserdem haben wir eine der, meiner Meinung nach, schoensten Kirchen ueberhaupt besucht. Sie steht direkt bei einer christlichen Schule fuer Kinder aus aermlichen Verhaeltnissen und hat uns allen unglaublich gefallen, weil sie genau so ist, wie eine Kirche sein sollte.. schlicht, aber schoen. Klein und mit Holzdach. Innen mit Musikinstrumenten und kuenstlerisch gestalteten Fenstern. Vor der kleinen Schule, die von einem netten Ehepaar gefuehrt wird, durften wir uns auf dem Rasen ausruhen, den Schatten geniessen und den Kindern beim heiteren Spielen zusehen - ein wahres Vergnuegen. 
 
Das letzte Stueck bis Rampur sind wir auf allgemeinen Wunsch auf einem kleinen LKW getrampt. Die Suche nach einem guenstigen Hotel gestaltete sich schwieriger als erwartet und so schlief ich schliesslich mir Jane und Max in einem Bett, in dem bisher heruntergekommensten Zimmer meines Lebens. Insbesondere das Badezimmer war nicht gerade mit Hingabe gereinigt, aber was solls. Das kann man auch mal machen. Und immerhin entsprach es mal ungefaehr dem, was man von Indien erwartet. (Alle Traveller mit denen ich gesprochen habe, sind wie ich vom Komfort Indiens ueberrascht)
 
Unguenstigerweise hatte ich am Abend vor der Abreise ein koestliches, aber unglaublich schwer zu verdauendes, indisches Mahl genossen, das meinen Magen ziemlich belastet hat. Und da wir uns in weniger touristischen Gebieten rumgetrieben haben, konnte ich meinem Magen auch keine wirkliche Erholungspause goennen, was sich die Tage darauf noch als fatal herausstellen sollte.
 
 
 
 
22.5  7.15 p.m. - Nachdem ich das liebevolle Erzeugniss der letzten 2 Stunden mit einem einfach Shift+ X zunaechst erfolgreich ausgeschnitten und in die Zwischenablage befoerdert hatte, habe ich den Inhalt der Zwischenablage kaum eine Minute spaeter (ebenfalls erfolgreich) durch eine E-mailaddresse ... man koennte sagen aufgefrischt - wie auch immer. Jedenfalls darf ich fuer heute ein zweites Mal beginnen mit den Worten:
 
Ich darf fortfahren..
 
 
 
2. Tag.
 
Dieser Tag begann mit Kultur, die teilweise sehr interessant und schoen anzusehen war, aber (u.a. aufgrund der Hitze, die bereits in den fruehen Stunden des Tages deutlich zu spueren war) doch deutlich weniger Zeit in Anspruch genommen haette,  wenn es nach Max und mir gegangen waere. Jane jedoch war fleissig auf der Suche nach den Spuren von Grossgrossonkel George (ab jetzt werde ich ihn nurnoch als GGGeorge erwaehnen) und Stoff fuer ihren Bericht. Wenn sie sich nicht bei uns beiden entschuldigte, fuehrte sie also (mit Satishs Hilfe), offensichtlich geuebt und gelernt, Gespraeche mit Einheimischen und machte Fotos, sowie Notizen in "Shorthand". Also besichtigten wir realistische 3 bis gefuehlte 28  Tempel und einen sehr schoenen alten, hoelzernen Palast, der mal als Sitz eines ehemaligen Koenigs gedient hat.
 
Als das Kulturprogramm schliesslich beendet war, starten wir zunaechst mit einer kurzen Fahrt in einer Autorikscha (auch liebevoll Tuktuk genannt). Dann ging es richtig los. 
In einer Gegend, in der Sichtungen von Baeren und Bergleopaden nicht komplett ungewoehnlich sind, machten wir uns zunaechst als eine Gruppe auf den Weg. Dafuer mussten wir zunaechst zur Spitze eines Berges gelangen. Nichts leichter als das. Nach einger Zeit, in der sich die Gruppe tapfer zusammen gehalten hatte, entschied sich Max in Begleitung von Chayan Abkuerzungen verwenden (was sich als sehr vernuenftig rausstellen sollte). Ich bekam davon zunaechst nichts mit, da ich mich, einige Minuten zuvor, in meinem eigenen Tempo, rasch von der Gruppe abgesetzt hatte. 
 
Jane hatte bis zum Schluss Probleme, das Tempo der Gruppe zu halten, was sicher nicht an ihrem Engagement lag, teilweise aber  an ihrem unkomfortablen Rucksack und nicht so guten Schuhen. Doch ganz ohne Absprache regelte es sich, dass sie nie alleine war. Einer von uns drosselte stets das eigene Tempo, um ihr Gesellschaft zu leisten.
 
Nach kurzer Absprache mit Satish, setzte ich mich endgueltig von ihm und Jane ab und machte mich alleine auf den unkomplizierten, aber anstrengenden Anstieg. Wir bewegten uns auf schier endlosen Strassen, die zunachst 15 min in die eineund dann nach einer 180 Grad Kurve 15 min in die entgegengesetzte Richtung fuehrten. Ich war ebenfalls in grosser Versuchung "Shortcuts" zu verwenden, doch wollte ich alleine unterwegs und mit 12 KG auf dem Ruecken, kein Risko eingehen. Zumal wog ich mich in der Gewissheit, dass Jane und Satish mindestens 30-40 min hinter mir waren.
 
Irgendwann fragte ich mich aber schon, wo und wie meine heutige Reise enden sollte. Ich wusste zu dem Zeitpunkt weder den Namen unseres Zieldorfes Gora, noch ob wir dieses nicht teils mit dem Bus zu erreichen hatten. Mein Trinkwasser wurde langsam knapp, die Sonne brannte unermuedlich und keine Sicht von Max, der auch per Handy nicht zu erreichen war.
Als ich dann schliesslich sein orangenes T-Shirt, in nicht all zu grosser Entfernung, entdeckte und schliesslich den Punkt erreichte, an dem er zusammen mit Chayan auf mich wartete, entfuhr mir ein lautes "JAWOLL!!! JAWOLLL!!!" - teils Stolz ueber den bewaeltigten Kraftakt, teils Erleichterung, die beiden wiederzusehen und endlich die verdiente Pause abzuhalten.
 
 
 
7:52 pm - Hier stoppe ich zunaechst in meinen Ausfuehrungen, da ich zum Essen verabredet bin. Ein oder 10 Bier koennten mich den Frust ueber mein Missgeschick vllt. vergessen lassen.    
 
23.5  1:05 pm
...
Wir warteten etwa 15 min, dann tauchten auch Satish und Jane auf (Sie hatten ebenfalls shortcuts verwendet) und genossen zusammen die Pause mit Prantha, Keksen und Wasser in Schatten mit Aussicht.
Da Chayans Technik, um eines der beiden Zelte (die unsere guides immer mitschleppten, wir aber nicht 1x verwendet haben) an seinem Rucksack zu befestigen, noch nicht ausgefeilt war, mein aber Rucksack dafuer privilegiert ist und ich schlichtweg nicht genug kriegen konnte, beschloss ich eines der beiden Zelte zu uebernehmen. Das ging lange gut, doch gerade gegen Ende, haben ich die Belastung dann doch deutlich gespuert und kaempfte mich die letzten paar Kilometer hinauf nach Gora.
 
Nach der Pause zusammen gestartet, setzten Max, Chayan und ich uns erneut von den anderen beiden ab und erreichten das kleine, sympathische Dorf etwa 20 min den andern beiden.
Hier ruhten wir uns zunaechst am Strassenrand aus, tranken Tee und kalte Cola, assen Kekse und beobachteten die Einheimischen, wie sie Karten spielten oder zusammen sassen und bei einer Tasse Chai plauderten. Wenn ab und zu ein Hund vorbeikam wurde er gestreichelt.
 
Unser Nachtquartier war eines der staatlichen Gasthaeuser, die meist die einzigen Unterkuenfte in den kleinen Doefern darstellen, dafuer aber immer sauber und in der Regel guenstig sind.
Hier lernten wir Uncle Nr 1 kennen:
 
In Indien ist es ueblich, auch fremde Menschen mit "Onkel" oder "Grossmutter" anzusprechen. So wurden ins in den 10 Tagen etwa 5-6 Uncles vorgestellt, alle wischen 40 und 50 und entweder der Verwalter des Gasthauses oder der Besitzer der Imbissbuden, in denen wir uns meist zum Speisen einfanden.
 
(Diese Imbissbuden stellen sich normalerweise auf etwa 8 Gaeste pro Mahlzeit ein. So werden Dal und mixed vegetables, sowie der Teig fuer die Chapatis und Pranthas (mit z.B. Zwiebeln, Kohl oder Kartoffeln gefuellte Chapatis, welche in Kombination mit Yoghurt das uebliche nordindische Fruehstueck darstellen), die dann aber frisch zubereitet werden. Dazu gibt es Reis und fuer 5 Personen zahlt man nicht mehr als 6-7 Euro.)
 
Uncle Nr.1 ein war sympathischer, wirklich kleiner Mann, der das Gasthaus zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn, mit Hingabe leitet. Das Gasthaus selbst war, wie erwartet, sauber und gemuetlich, das Essen, dass uns Uncle servierte koestlich und der kleine Garten mit Rosen, in dem die Dorfgemeinde den Tag gemuetlich bei einer Tasse Chai ausklingen liess, ist mit einer wunderbaren Aussicht gesegnet.
 
Als die Sonne sich dann anmasste, hinter den Bergen zu verschwinden, bot sich uns ein Anblick, dass jedenfalls fuer mich kaum zu fassen war und mich um das kleine Haus herumrennen liess:
Ich glaube, jeder weiss wovon ich rede, wenn ich von der Spannung rede, die bei einem sich anbahnenden Gewitter in der Luft liegt. (Ich liebe es!) Doch dem nicht genug. Wie es der Moment wollte, faerbte sich der Himmel in 4 verschiedenen Himmelsrichtungen in 4 komplett unterschiedlichen Farben:
Der Sonnenuntergang liess die Wolken rot aufgluehen. Drehte man sich um 90 Grad, war der Himmel hellblau. Direkt daneben faerbte er sich Grau, wo das Gewitter bereits zu gange war und schlussendlich war der Himmel noch in dem Braun gefaerbt, das stets ein Gewitter ankuendigt.
 
Der restliche Abend war gesegnet durch eine warme Dusche, ein wie gesagt koestliches, aber leider nicht sehr leicht verdauliches Mahl und da ich auf die Idee kam, meine handgemachte Floete rauszuholen, die ich in Mcleodganj erworben hatte, gepraegt durch Satishs begeistertes, aber auf die Dauer doch recht nervtoetendes Floetenspiel - letzteres sollte sich auch die folgenden Tage fortsetzen.
 
 
 
3. Tag 
 
Der Tag begann mit Packen, wurde mit Fruehstueck fortgesetzt und sollte in Sarahan enden. Tatsaechlich ueberliess ich das Planen eher Satish und Chayan und vertraute darauf, dass Max dann moegliche Fehler im Plan entdeckte.
Doch auch zu mir hatte sich durchgesprochen. dass wir eigentlich kein Fruehstueck in Gora einnehmen und stattdessen einen fruehen Bus bekommen wollten. Mir war beides Recht, doch da Jane etwas mehr Zeit brauchte, als erwartet, um ihre Sachen zu packen, verpassten wir den Bus und bestellten stattdessen Fruehstueck bei Uncle. Mit der Zeit meinte ich, eine leichte Frustration bei Max festzustellen, da sich unsere Plaene doch recht regelmaessig, spontan aenderten und ab und zu eine gewisse Verwirrung herrschte. (Wie gesagt: Puenktlich losgekommen, sind wir nicht einmal :D) Doch er ging damit bemerkenswert ruhig um.
 
Also dann los zu Fuss.
 
Der Plan den fruehen Bus zu bekommen beruhte auf der Tatsache, dass sich nach dem gestrigen Tag, erste Erschoepfungsserscheinungen und insbesondere Jane mit Blasen an den Fuessen zu kaempfen hatte.
Nachdem dies am Vortag wunderbar funktioniert hatte, beschlossen wir uns erneut zu trampen. Dieses Mal war ein kleiner Laster, auf dem Weg zu einer Baustelle. Wir fanden stehend, auf der Ladeflaeche platz. Nicht sehr bequem, aber es war eine sehr spassige Fahrt. Satish und ich sorgten per Floetensoli fuer erstklassige musikalische Unterhaltung und ich genoss die holprige, rasante Fahrt.
 
Dann noch 2 Stunden zu Fuss und wir waren in der wunderschoenen Tempelanlage Sarahans, wo sich das naechste staatliche Gasthaus befand. Hier hatten wir den Schlafsaal fuer uns alleine und zahlten gerade mal einen Euro pro Bett/Nacht. Eine Dusche gab es nicht, aber Katzenwaesche (auf englisch "Birdwash" war fuer heute ausreichend. Waehrend Jane und Satish ihr Kulturprogramm fortsetzten, machte ich mich zunaechst alleine auf, um das kleine Dorf und den Tempel zu erkunden. Ich genoss es, mal alleine zu sein und einfach rechts oder links abbiegen zu koennen, wie es mir gerade recht war. Nach 15 min traf ich dann wieder auf die anderen und entschied dann mit Satish einen kleinen Wasserfall aufzusuchen. Nach der kurzen Wanderung an diesem Tag, fuehlten wir uns doch wieder recht frisch.
Mein Fehler war, diesen Weg mit FlioFlops anzutreten, denn wie sich zeigte, gab es keinen wirklichen Weg dorthin. So kaempften wir uns durch Gestruepp, Straeucher und Privatgaerten, die auch gerne mal von Hunden bewacht wurden.
 
(Waehrend ich eher in Schockstarre verfallen bin und eine beruhigende Schutzhaltung eingenommen habe, sobald ein Hund auf mich zurannte und bellte , hat Chayan ganz anders reagiert. Er hat angedeutet mit etwas in seiner Hand nach dem Hund zu werfen, der darauf seinen Weg zunaechst abgebrochen hat, zurueckgeschreckt ist und wenn chayan seine Verteidigung mit Wuerfen von kleinen Steinchen untermalt hat, auf Abstand geblieben ist. Dem moechte ich mir doch in der Zukunft ein Beispiel nehmen.)
 
Auf einem grossen Felsen haben wir dann die "Bilder des Tages" geschossen. Nachdem wir so nah wie moeglich an den Wasserfall herangeklettert waren, begaben wir uns auf den raschen Rueckweg, denn mein Magengefuehl  (ich will ihn nicht staendig erwaehnen, aber es hat mich nunmal die Tage ziemlich beschaeftigt) riet mir zur Eile.
 
Alle zusammen, nahmen wir unser Abendmahl ein und zogen uns schliesslich in unser Schlafgemach zurueck.
Fuer einen letzten Aufreger sorgte die groesste Spinne, die ich je in freier Laufbahn gesehen habe, allerdings nicht die letzte sein sollte, die eines unserer Schlafgemaecher aufsuchte.
Da Jane leicht in Panik verfiel, haben wir Anstalten gemacht sie zu entfernen und da ich stark dagegen protestierte, sie zu toeten, versuchten wir unser bestes sie einzufangen. Schliesslich reichte es Chayan jedoch und ein Schlag mit einem Schuh sorgte fuer das Ende des Dramas und garantierte, dass Jane gut einschlafen konnte.
 
 
Ich glaube, das reicht erstmal. Ich schreibe vielleicht heute oder morgen weitere Berichte, aber ich will euch ja auch nicht ueberfordern.
 
Beste Gruesse aus Shimla. Ich freu mich auf euch.
 
Michael

23.5.15 11:17

Letzte Einträge: India 1.0 Mumbai - 7.4, India 1.1 Mumbai - 13.4

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Johanna (23.5.15 16:21)
Wo ist der gefällt-mir-Button?


Johanna (23.5.15 16:26)
Wanderst du mit normalen Adidas-Turnschuhen?!?!?!?


Johanna (23.5.15 16:27)
...das mit dem Friseur hättest du besser gelassen

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen